Berichte von Pilotinnen, Piloten und Leuten die es werden wollen......
Christian Reckendorfer (kurz vor
der PPL-Prüfung)
hat uns einen kleinen Bericht geschrieben, den wir gerne hier veröffentlichen
(selbstverständlich unverändert).
Christian schreibt:
"Hier
möchte ich zukünftigen Flugschülern sowie anderen Fluginteressierten einen
kurzen Bericht über meine Ausbildung zum Privatpiloten weitergeben.
Vielleicht geht es Euch genauso wie mir, dass das Phänomen „FLIEGEN“ mich
schon immer begeistert hat. Ob man nun als kleiner Junge mit dem
Drachen auf der Wiese spielt oder seinen ersten Urlaubsflug antritt, es ist
immer wieder aufregend und unvorstellbar wie das Element Luft funktioniert.
Wie jeder kleiner Junge gerät man spielerisch zu diesem Thema. Die Vorstellung
einmal selbst ein Flugzeug zu steuern um die Welt von oben zu sehen
ließ mich bis heute nicht los. So war es nur eine Frage
der Zeit, dass ich eine Ausbildung zum Privatpiloten begann. Wie bei vielen
anderen Projekten ist
die Vorplanung eines der wichtigsten Dinge im Leben. Ich
begann, dank des Internets mich über die Ausbildung sowie Flugplätze und
Schulen zu
erkundigen, wobei ich auf den Verein „Wir fliegen „ gestoßen bin. Mir wurde
sofort die Möglichkeit geboten einen Schnupperflug in die dritte
Dimension
zu unternehmen. Ich finde es sehr wichtig, seine Fähigkeiten bei einem
Eignungsflug zu testen, ob man mit der Bewegung durch den Luftraum zu
Recht kommt. Da mir die Lehrer sehr kompetent erschienen,
begann ich meine Ausbildung in dieser Schule. Durch den
persönlichen Einsatz jedes
Einzelnen und den pädagogische Hintergrund meiner Lehrer wurde mir der Anfang
sehr leicht gemacht und ich war mit Spaß an der Sache.
Gleich an den folgenden Tagen hatte ich meine erste Flugstunde. Am
ersten Ausbildungstag wurden mir die ersten Schritte vor dem Abheben mit
einem Flugzeug näher gebracht. Einige Abläufe sind vor dem Starten dringend
erforderlich, da nach Checkliste vorgegangen wird. Nach dem Außencheck
mit meinem Fluglehrer bestiegen wir das Fluggerät. Am Anfang war es zwar sehr
verwirrend, da doch einige Instrumente darauf warteten von mir korrekt
bedient zu werden. Ich befand mich jedoch in
kompetenter Gesellschaft meines Fluglehrers, der stets ruhig und geduldig
mich mit dem Flugzeug vertraut
machte. Nach dem so genanten Innencheck ging es schon
los. Mein Lehrer schob zügig den Gashebel nach vorn, sodass sich das Flugzeug
in Bewegung
setzte. Nach einigen Metern meinte mein Lehrer, ist sollte mittels Fußpedalen
das Flugzeug entlang der gelben Linie bewegen. Was
anfangs sich als sehr
schwierig herausstellte. Hilfe suchend sah ich zu meinem Fluglehrer hinüber,
dieser lächelte mir beruhigend zu und meinte: „Keine Sorge, du schaffst
das
schon, nur üben macht den Meister!“ und er hatte wie immer recht, nach
mehrmaligen Versuchen war es mittlerweile möglich ohne Schlangenlinien
den
gelben Steifen ( =
Rollwegmarkierungen. Anm. Ungerböck) zu folgen.
Mittlerweile habe ich die Maschine zum Rollhalt gelenkt, wo der
letzte Check vor dem Abheben durchgeführt wird. Mein Fluglehrer verständigte
über Funk
den Mann im Turm und meldete „abflugbereit“. Mit der Antwort „Start
eigenes Ermessen“ und nach Rückversicherung, dass auch keine andere
Maschine
sich im Landeanflug befand, rollten wir auf die Startpiste, zügig beschleunigt
das Flugzeug und gleich darauf hoben wir schon ab. Nach Erlangen der
Sicherheitshöhe erklärte mir mein Lehrer die weiteren Abläufe dieses Fluges.
Nach zirka einer Stunde landeten wir wieder sicher bei unserem
Ausgangspunkt. Wir rollten wieder zur Abstellfläche und mein Fluglehrer ging
mit mir nochmals alle Abläufe dieses ersten Fluges durch. Anschließend
hatte ich auch noch einen 2stündigen Theoriekurs (auch das ist natürlich
notwendig!), welcher sich aber auch sehr interessant herausstellte.
Nach viel Übung mit dem Fluglehrer kam die Zeit wo unter Beaufsichtigung des
Lehrers die erste eigene Landung erfolgt.
Der nächste Schritt nach mehreren Flugstunden kommt für jeden der Zeitpunkt
des ersten „Alleinfluges“ Angespannt und konzentriert bewältigt man
auch
diese Situation. Nach Absolvieren von ca. 30 – 40
Flugstunden und Theorie in sämtlichen Fächern sowie unter Fürsprache der
Ausbilder wäre eine
Vorprüfung die letzte Stufe um die Prüfung ablegen zu können.
Nach erfolgreichem Abschluss muss man den so genanten Dreiecksflug ablegen und
man erhält nach allen Anstrengungen den ersehnten Pilotenschein.
Mein
Motto: „Augen zu und durch – Du schaffst es!“
Auf diesem Weg wünsche ich allen zukünftigen Schülern viel Glück und Spaß
bei Ihrer Ausbildung.
Mit besten Dank auch an meine geduldigen und erfahrenen Fluglehrern, die sich
immer für meine Sache bemühten und mich voll unterstützen.
An Fritz, Erwin und Paul – danke für euren Einsatz und persönliches Engagement.
Christian
R."
Lieber Christian! Wir danken herzlich für Deinen lieben Bericht. Es ist herrlich mit Dir zu arbeiten, Deine Begeisterung
ist ganz
deutlich spürbar und hat auch uns erfasst. Alles Gute für Deine
Prüfung. Wir freuen uns auch auf viele gemeinsame Flugstunden
mit Dir und Deiner Frau. Danke auch für Kaffee und Kuchen!
(Gab es nämlich
immer beim Theorieunterricht)
Erwin u. Fritz

Weitere Erinnerungen, Eindrücke, Landschaften ........

Elisabeth und Freund ! 06/04 (Ihre
Vorliebe: Motor abstellen und segeln!!)

